50. Jahreskongreß des SBOO in Emden
Wechsel an der Spitze des Vorstandes

Die wichtigste Entscheidung des 50. Jahreskongresses, der am 26. 6. 2005 um 14 Uhr im Haus des Paritätischen Emden eröffnet wurde, war die Neuordnung an der Spitze des Bezirksvorstandes, Hermann Züchner, Emden, und Ralf Heyen, Fehntjer SK, tauschten ihre Funktionen: Ralf Heyen wurde neuer Bezirksvorsitzender, Hermann Züchner übernahm dafür das Amt des 2. Vorsitzenden. Notwendig wurde dieser Wechsel durch die Entscheidung des Kongresses, das 50jährige Jubiläum des Bezirkes im Zusammenhang mit dem Kongreß 2006 feiern.

Dazu einige Stichworte: Der Schachbezirk Oldenburg /Ostfriesland war am 2. 4. 1956 in einem Gründungskongreß in Wilhelmshaven durch den Zusammenschluß der kleineren Vereinseinheiten in den Bereichen Oldenburg, Ostfriesland, Südoldenburg und Wilhelmshaven entstanden. Er blieb wie vorher die Teilbezirke zusammen mit den Schachfreunden aus Bremen ein Landesverband im Deutschen Schachbund. Erst 1979 wurde er zum Schachbezirk V im Niedersächsischen Schachverband (NSV). Es trifft sich günstig, daß der 2. 4. 2006 wieder ein Sonntag ist, und so soll der Jubiläumskongreß an diesem Tag in Wilhelmshaven durchgeführt werden. Der Kongreß wird viel Vorbereitungszeit kosten.

Die Kombination von den Aufgaben des Vorsitzenden und Jubiläumsvorbereitungen wäre eine Überforderung eines Einzelnen gewesen, Hermann Züchner erhielt deshalb für diese Aufgabe die Entlastung durch den vorgenommenen Ämtertausch.

Am Anfang der Tagesordnung stand eine Totenehrung. Mit Dr. Hellmuth Lange, Varel, und Heinz Kitscha, Esens, verlor der Bezirk zwei Männer, die sich mit ganz großer Tatkraft für den Schachsport eingesetzt hatten.

Der Kongreß hatte auch Gäste. Der Präsident des Niedersächsische Schachverbandes, Manfred Tietze, brachte ein kurzes Grußwort des Verbandes. Mit ihm waren der Vizepräsident des Landesverbandes, Michael Langer, und der Vorsitzende des Niedersächsische Schachjugend, Jan Salzmann, gekommen. Diese beiden stellten in einer Präsentation die Vorbereitungen für die Schacholympiade vor, die 2008 in Dresden stattfinden soll. Diese Olympiade soll für alle Bereiche des Deutschen Schachbundes Anregungen für die weitere Verbreitung des Schachsportes bringen.

Im weiteren Verlauf waren 5 Delegierte für die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Weser-Ems im Herbst zu wählen. Dieser Verband war einmal als Zusammenschluß der Schachbezirke V und VI (Grafschaft Bentheim/Osnabrück/ Emsland) als Gegenüber zum Bezirkssportbund gegründet worden. Nach dem Ende des Bezirkssportbundes soll in der vorgesehenen Mitgliederversammlung nun dann auch die Auflösung des Fachverbandes ordnungsgemäß beschlossen werden.

Heiße Debatten gab es erwartungsgemäß bei der Frage einer notwendigen Beitragserhöhung. Der Kassenwart hatte eine Erhöhung des Jahresbeitrages pro Vereinsmitglied um 3,00 Euro für die Erwachsenen und um 1,50 Euro für Jugendliche beantragt. Der erweiterte Vorstand hatte sich dann schon mit Mehrheit auf eine Erhöhung um 2,- Euro (Erwachsene) und 1,- Euro (Jugendliche) geeinigt. Die Mehrheit aber im Kongreß setzte sich am Ende durch, der Jahresbeitrag wurde nur um 1,50 Euro bzw. 0,75 Euro erhöht. Leider war der Kassenwart des Bezirkes verhindert, an der Sitzung teilzunehmen. Dieses machte den Gegnern jeglicher Beitragserhöhung das Argumentieren leichter.

Einvernehmlicher ging es dann bei der Beschlußfassung über die vorgelegten Anträge zu, es wurden einige Neuregelungen hinsichtlich der Kassenführung und des Spielbetriebes diskutiert und beschlossen.

Nach gut fünf Stunden konnten sich die Delegierten der Vereine und die Vertreter der Leitungsgremien auf den Heimweg machen. (Hermann Züchner)