50-jähriges Jubiläum des Schachbezirkes Oldenburg/Ostfriesland
Am letzten Wochenende feierten die Schachfreunde der Region in Wilhelmshaven ihr 50-jähriges Jubiläum. Ort des Geschehens war das Restaurant „Graf Spee“. Wilhelmshaven war als Tagungsort gewählt worden, weil hier auf den Tag genau am 2. April 1956 der Oldenburgisch-Ostfriesische Schachverband gegründet worden war.
Mit dem Jubiläumskongreß kehrten die Schachfreunde zu einer alten Tradition zurück. Die Jahreskongresse der Schachorganisation waren bis in die 90-er Jahre hinein mit Meisterschaftsturnieren verbunden, so fand am Sonnabend ein Offenes Schnellschachturnier statt, an dem 54 Schachspieler teilnahmen. Nach sieben Runden unter der zuverlässigen Leitung von Klaus Schumacher gewann Stefan Walter vom Delmenhorster SK vor Fredrik Polenz aus Hannover und Marius Fadavian aus Aachen.
Am eigentlichen Jubiläumstag fand dann vormittags ein Empfang für geladene Gäste und die Vertreter der Vereine des Bezirks statt. Bemerkenswert kundig in Sachen „Schach“ zeigte sich der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Eberhard Menzel in seinem Grußwort, alle Anwesenden hätten ihn sofort gern als Schachspieler in ihre Reihen aufgenommen. Der Höhepunkt des Empfanges war dann ein Referat von dem früheren Bezirksvorsitzenden Benno Dräger, er ging einfühlsam auf die wichtigsten Ereignisse der Schachgeschichte in unserem Raum ein. Er war dafür auch der richtige Mann, hatte er doch ab 1977 als Bezirksvorsitzender trotz vieler Widerstände die entscheidenden Weichenstellungen für den Schachbezirk auf den Weg gebracht und damit den Weg zu einer modernen Sportorganisation geebnet.
Um 14 Uhr begann dann der Jahreskongreß der Organisation mit seinen Regularien und aktuellen Fragen. Grußworte kamen von den beiden Vertretern des Niedersächsischen Schachverbandes, die die Grüße der anderen Bezirke und des Verbandes überbrachten.
Langen Raum nach den Vorstandsberichten nahm wie erwartet die Diskussion um eine Beitragserhöhung ein, aber am Ende stand ein guter Kompromiß, er erlaubte für die Zukunft die notwendige Aufstockung der Rücklage und schon für dieses Jahr zusätzliche Ausgaben für die Jugendarbeit (Kaderbildung für die besten Jugendlichen des Bezirkes und Begleitung der Teilnehmer an Landesmeisterschaften durch einen guten Trainer). Der Kongreß war damit bereit, für die Jugendlichen einen Teil der Hilfen zu gewähren, die in den anderen niedersächsischen Schachbezirken selbstverständlich sind.
Damit war dann aber auch der Weg frei, ohne viele Diskussionen den Vorstand wieder- bzw. neuzuwählen. Ralf Heyen (Vorsitzender), Rene Martens (Kassenwart), Klaus Schumacher (Turnierwart), Maximilian Dietrich (Jugendwart) wurden wiedergewählt, ebenso Jens Kahlenberg (DWZ-Referent), er übernahm zusätzlich das Amt des Lehrwartes, und Hermann Züchner (2. Vorsitzender), er übernahm zusätzlich das Amt des Seniorenwartes. Neu in den Vorstand wurde Thomas Schwietert gewählt, er wird als Pressereferent die Homepage des Bezirkes übernehmen. Nicht besetzt werden konnte das Amt der Mädchenwartin.
Während des Empfanges und des Kongresses wurde an die Gäste und die Vereine eine Jubiläums-CD verteilt, auf der eine Reihe von Beiträgen zur Geschichte des Verbandes gesammelt worden waren, für eine Festschrift hatten die finanziellen Mittel nicht gereicht.
Hermann Züchner, Emden