Schachgesellschaft Barnstorf

Bericht des 1. Vorsitzenden zur Jahreshauptversammlung 2008

Die Schachgesellschaft Barnstorf ist einer der erfolgreichsten Schachvereine Deutschlands. Dies auch aus sportlichen Gründen: in ihrem Gründungsjahr hat sich die Mitgliederzahl der Schachgesellschaft mehr als verdoppelt und konnte mit der ersten Mannschaft den Aufstieg in die für einen Neueinsteiger höchsterreichbare Spielklasse erringen (die Kreisliga). Nein, wir waren vor allem erfolgreich, weil jedes unserer Gründungsmitglieder (nach verfügbarer Zeit und Kraft) für den Verein gearbeitet hat. Das konnte nur ein Erfolg werden. Niemand ist abgesprungen, und wenn die Hilfe eines Schachfreundes gefragt war, standen statt des einen immer gleich zwei oder drei Vereinsmitglieder parat. Nur so konnten wir vom Tag unserer Gründung an einen quicklebendigen Verein auf die Beine stellen, dessen Terminplan einem wesentlich größeren und routinierteren Verein auch gut zu Gesicht gestanden hätte. Vom ersten Tag angehörte der Name Barnstorf unüberhörbar zum Schachleben im Unterbezirk Südoldenburg und im Schachbezirk Oldenburg-Ostfriesland. Durch unsere Teilname an der Landesmeisterschaft im Blitzschach erfuhr die gesamte niedersächsische Schachszene von der Existenz unseres Vereins, und durch die Ausrichtung der Offenen Diepholzer Kreismeisterschaft wurde unser Name sogar im Bremer Verband bekannt. Das kann nicht das Verdienst eines Einzelnen sein - das konnte nur gelingen, weil das "Betriebsklima" unserer Schachgesellschaft hervorragend ist und jeder den Verein auch als seinen Verein betrachtet hat. Und in diesem Punkt ist unser Verein tatsächlich etwas besonderes, denn dieses Klima wird durch zwei wichtige Gruppen bestimmt, die in anderen Vereinen meist entweder unterrepräsentiert sind oder nur am Rande mitlaufen: das sind unsere Damen und unsere Jugend. Beide Gruppen bilden unsere größten Stärken und verfügen gleichzeitig auch über das größte Entwicklungspotential. Wollen wir den Verein weiter aufbauen, sollten wir hier mit der Förderung ansetzen - denn die Schachgesellschaft lebt gerade nicht durch eine Gruppe starker und theorieerfahrener Schachspieler, sondern durch unsere gemeinsame Freude am Spiel und die gegenseitige Hilfe beim tieferen Eindringen in die Geheimnisse des Schach. Die wichtige Präsenz unserer Damen in der Schachgesellschaft läßt sich mit Händen greifen und ist wohl jedem bewußt. Aber vielleicht ist nicht jedem aufgefallen, wie gut auch der Zusammenhalt in unserer Jugend ist, wie häufig dort der eine dem anderen einen Rat gibt und Hilfe anbietet oder auch sehr souverän ein Turnier leitet. Ich nutze die Gelegenheit, hier Dank zu sagen und zu versprechen, daß wir unsere Jugendabteilung noch stärker fördern und ausbauen werden - nicht zuletzt auch dadurch, daß wir ihr mehr Aufgaben übertragen. Ihr seid ein ganz wichtiger Teil der Schachgesellschaft und als einzelnes Mitglied ebenso wichtig wie jeder der Erwachsenen.

Der Ausblick

1. Verbesserung der Spielstärke / Mannschaftsmeisterschaft. Wir alle haben erste Erfahrungen gesammelt in den Mannschaftskämpfen. In der als Aufgabe vor uns liegenden Kreisliga Süd werden wir es dennoch schwer haben. Unser Ziel kann hier nur der Klassenerhalt sein, also der Kampf um Rang 6. Wir müssen mit dem Einsatz von wenigstens 8 Spielern (6 als Stamm + 2 Ersatzspieler) rechnen. Um das Training zu intensivieren, schlage ich vor, einen zweiten Wochentermin speziell für die Theoriearbeit einzurichten: ich denke an 2 Stunden am Donnerstag, von 19.30 bis 21.30 Uhr. Der Montag könnte so für Trainingsspiele und interne Wettbewerbe frei bleiben.Wir sind darauf angewiesen, unsere Spielstärke selbst zu verbessern. Mittelfristig erscheint mir ein Mannschaftdurchschnitt von 1500 DWZ-Punkten als möglich, vor allem durch eine Stärkung der Damen- und Jugendarbeit. Damit wären wir in der Kreisliga konkurrenzfähig. 2. Mitgliederwerbung. Konnten wir im letzten Jahr 7 neue Spieler gewinnen, sollten wir versuchen, dies auch im vor uns liegenden Jahr zu erreichen. Dazu muß Schach in Barnstorf bekannter werden und mit unserer Schachgesellschaft in Verbindung gebracht werden, so daß jeder am Schach Interessierte sofort auf uns verwiesen wird. Mögliche neue Mitglieder könnten vor allem aus den Bereichen der Schule und der eingewanderten Ausländer kommen. Aber ich habe auch Neueinsteiger im Blick (wir sollten Anfängerkurse anbieten) und denke auch an die Eltern oder Großeltern unserer Schachjugend. 3. Jugendarbeit. Wir wollen in der kommenden Saison mit einer eigenen Jugendmannschaft in der Jugendliga antreten. Ob wir darüber hinaus auch eine zweite Mannschaft ins Rennen der Kreisklasse schicken können, hängt weitgehend von der Bereitschaft unserer Jugendspieler ab, parallel in der Jugend- und der Erwachsenenklasse zu spielen. Auf jeden Fall aber sollten wir unserer Jugendspieler auch als Reserve für die erste Mannschaft verstehen und dort einsetzen. 4. Damen. Hier liegt unsere Chance, unseren Verein aus der Masse der Schachvereine hervorzuheben und durch eine mögliche Teilnahme an einer reinen Damenliga unsere Damen mehr Spielpraxis erwerben zu lassen, andererseits aber auch erfolgreicher in der Öffentlichkeitsarbeit zu werden. 5. Unsere Turniere. Mit den 3. Barnstorfer Open (9. September 2008) und den 2. Offenen Diepholzer Kreismeisterschaften (6. Juli 2008) haben wir zwei große Turniere im Programm, die von wenigstens regionaler Bedeutung sind. Wir sollten versuchen, hier vor allem Spieler im mittleren Spielstärkebereich (DWZ 1000 bis 1700) zu werben - neben Wildeshausen wären wir damit einer der wenigen Turnierausrichter, die gerade nicht versuchen, möglichst starke Spieler einzuladen, sondern sich an den (viel zahlreicheren) Mittelklassespielern zu orientieren, die sonst in keinem Turnier in die vorderen Ränge geraten könnten, ganz im Sinne eines Breitensportangebotes. Ich bitte jedes Mitglied der Schachgesellschaft, sich diese Termine frei zu halten - hier tritt unser Verein als Gastgeber auf und erzielt eine große Wirkung nach außen. Zudem dürfen wir wohl wieder auf die (moralische) Unterstützung der Gemeinde und des Landkreises rechnen und müssen uns also durch ein gut organisiertes Turnier revanchieren. 6. Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben in unserer Kreiszeitung einen guten Medienpartner gefunden und sollten diese Zusammenarbeit behutsam erweitern. Darüber hinaus ist unsere Arbeit in der Hülsmeyer-Schule (Schach-AG) oder der Grundschule Drebber (Ausrichtung eines Schachturnieres) sehr wichtig. Mögliche Reserven sehe ich hier im Kontakt zu ortsansässigen Firmen und der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen mit einem eigenen Stand. Im Bild der Samtgemeinde Barnstorf und anderen ortsansässigen Vereinen erscheinen wir noch zu selten. 7. Senioren. Im Herbst diesen Jahres findet in Bad Zwischenahn die 19 Seniorenweltmeisterschaft statt. In unserem Verein wären aktuell 2 (in Kürze hoffentlich 3) Spieler für dieses Super-Turnier startberechtigt. Sollte der Name unserer Schachgesellschaft (mehrfach?!) in der Starterliste auftauchen, würde ich allein dies als wichtigen Erfolg betrachten. Wir sollten versuchen, von diesem Glücksfall für das Schach in unserer Region zu profitieren. 8. Der perfekte Verein? Wir sind ein kleiner Verein. Unsere Stärken liegen nicht in gewaltiger Spielstärke oder großer Mitgliederzahl. Unsere Stärke ist, ein freundlicher Verein zu sein, in dem jedes Mitglied sich zu Hause fühlt und wir alle Spaß am Schach haben. Das bedeutet auch, aufeinander Rücksicht zu nehmen und zu akzeptieren, daß der eine oder andere dem Schach weniger Zeit widmen kann. Das soll auch weiterhin so sein. Der Schachabend soll keine Pflichtveranstaltung sein, sondern ein Angebot, das man gern wahrnimmt. Aber natürlich sollte man auch nicht vergessen, daß Schachspieler immer einen Partner brauchen und mehr Teilnehmer auch mehr Spaß machen. Wie sich die Schachgesellschaft weiter entwickeln wird, hängt davon ab, wie sehr jeder einzelne bereits ist, neue Ideen einzubringen, mitzuhelfen und den Verein auch nach außen gut aussehen zu lassen. 9. Schließlich ... Wir sind auf einem guten Weg und können langsam auch ein klein wenig Stolz blicken lassen. Obwohl dies vor allem ein Bericht über die Arbeit des 1. Vorsitzenden sein sollte, komme ich nicht umhin, immer wieder dieses "wir" zu betonen. Meine Arbeit hat dort ihre Grenzen, wo niemand mitzieht. Die kleine Barnstorfer Schachgemeinde aber hat es mir leicht gemacht. Danke! Das sollte eine gute Basis für das 2 Jahr unserer Existenz sein.

Der Rückblick

Fast alle wichtigen Ereignisse des Jahres habe ich auf meiner Internetseite (www.spittel.de) dokumentiert (wo auch die zurückliegenden Daten immer noch abrufbar sind), weshalb ich mich hier auf einige Highlights beschränken darf.

Für einen Verein sind natürlich die aktuellen Vereinsmeister am wichtigsten - doch hierüber wird unser Turnierleiter berichten. Danach sind die Ergebnisse der Mannschaftsmeisterschaften zu Bedeutung. Wir traten mit 2 Mannschaften in der Kreisklasse Süd an und belegten Platz 2 (was den Aufstieg bedeutet) und Platz 8 (bei einem Mannschaftsremis der letzte Platz). Damit haben wir die uns gesteckten Ziele übertroffen - die erste Mannschaft hatte Rang 3 im Visier und die zweite Mannschaft sollte lediglich Erfahrungen sammeln. Der wertvollste Spieler der ersten Mannschaft war ohne Frage Pascal Lettmann; in der zweiten Mannschaft fällt hier kaum jemand zurück, wobei das Punktekonto nicht das wichtigste Kriterium ist. Für unsere Zweite gab es in aller Regel weitaus stärkere und erfahrenere Gegner, und dennoch gab es niemanden, der die Lust oder den Kampfgeist verlor. Hier zeigt sich eine wichtige Stärke unserer Spieler, die eben auch nach einer Niederlage noch gern Schach spielen. Timo Gottlieb verdient hier sicher besondere Anerkennung. Weitere Einzelheiten wird unser Turnierleiter berichten können.

Gleich danach will ich als Erfolg verbuchen, daß wir mit der Wahl unseres Spiellokals außergewöhnlich glücklich waren. Neben der stets freundlichen Atmosphäre und gutem Essen haben Inhaber Volker Scharfscheer und sein Crew uns beinahe jeden Wunsch von den Augen abgelesen und mit unendlicher Geduld auch unsere größten Sonderwünsche ertragen. Denken wir nur daran, daß wir den eigentlich privaten Wintergarten mehrfach für Schachveranstaltungen nutzen konnten, an die zeitraubenden Umbauten im Saal oder an die vielen Stunden Mehrarbeit, die wir verursacht haben. Herzlichen Dank!

Wir erhielten eine Unterstützung des Kreissportbundes für den Kauf von Spielmaterial. (Darüber sollte unser Kassenwart berichten.) Der Landkreis Diepholz stiftete einen Wanderpokal für die Diepholzer Kreismeisterschaften. Der Barnstorfer Bürgermeister Peter Luther übernahm die Schirmherrschaft über die Barnstorfer Open. Wir wurden mit Sachspenden (für Turnierpreise) oder Arbeitsleistungen durch mehrere regionale Firmen unterstützt: Volksbank Barnstof, Buchhandlung Seitenwind, Verbrauchermarkt Combi, Firma Tolle Natursteine, Rasthaus Barnstorf, Tischlerei Heinz Nauenburg, Juwelier Rudolf Schwieger, Schachversand Niggemann, Verlag 28 Eichen und Schachklub Wildeshausen. Neben dem genannten Schachklub hatten wir Freundschaftstreffen mit mehreren anderen Schachvereinen der Region: Neubruchhausen, Vechta, Lohne. Dünsen, Bad Essen, Wittekinds Knappen aus Enger. Wir fanden einen guten Kontakt zu unseren Gegnern aus der Mannschaftsmeisterschaft und vor allem zu den Gästen der von uns ausgerichteten Turniere, die bis aus Berlin angereist waren.

Weitere wichtige Termine des Jahres 2007 waren: 18.01.2007: -Do- 19.30 Uhr: Chess960-Open in Wildeshausen, Runde 6 + 7 (Jürgen, Olaf) 01.02.2007: -Fr- 19.40 Uhr: Abschluß des Chess960-Open in Wildeshausen (Jürgen, Olaf) 02.02.2007: 7.30 - 13.00 Uhr: Schach-Tag für Schüler in Barnstorf (Gerd, Pascal, Olaf) 23.02.2007: -So- 13.00 Uhr, Besuch der Schach-Bundesliga in Bremen (Jürgen, Olaf) Frühjahr 2007: Beendigung der Vereinsmeisterschaft 2006 und der Jugendvereinsmeisterschaft 2006 (Verlängerung wegen Gründung des "e.V." Februar 2007: Diskussion des Entwurfs der Vereinssatzung und Vorbereitung der 1. Mitgliederversammlung 05.03.2007: -Mo- Gründung der "Schachgesellschaft Barnstorf e.V." (alle) 25.03.2007: -So- Mitgliederversammlung Schachbezirk Südoldenburg (SBSO) (Jürgen, Olaf) 29.03.2007: -Fr- Teilnahme offene Vechtaer Schnellschachmeisterschaft, Runde 1 (Jürgen, Olaf) 06.04.2007 -Fr- Karfreitagsblitz in Lohne, 18.00 Uhr 10.04.2007: -Di- Meldung für den Clemens-Thole-Pokal (Jürgen) 10.04.2007: -Di- Osterturnier Barnstorf 14.04.2007: -Sa- Teilnahme an der SBOO-Blitz-MM in Wilhelmshaven (Gerd, Jürgen, Dorothea, Olaf, Fabian) 16.04.2007: Simultan-Handicup gegen Olaf (Timo, Fabian, Felix) 16.04.2007: Osterturnier, Schnellschach (Dorothea, Corinna, Gerd, Jürgen, Christian, Olaf) 30.04.2007: Teilnahme am Clemens-Thole-Pokal (Jürgen) 01.05.2007: -Di- Teilnahme SBOO-Schnellschachmeisterschaft in Vechta, = SBOO-Cup, 7 x 20 Min. (Jürgen, Olaf) 04.05.2007: -Fr- Schulschach in Barnstorf: Simultanspiel gegen eine Barnstorfer Klasse (Dorothea, Pascal, Olaf) 12.05.2007: Teilnahme an den SBSO-EM in Vechta (Jürgen) 12.05.2007: Teilnahme an den SBSO-Blitz-EM in Vechta (Olaf) 25.05.2007: -Fr- 19.15 Teilnahme an der 2. Runde der Off. Vechtaer Schnellschach-Meisterschaft (Jürgen, Olaf) 02.06.2007: -Sa- Teilnahme an den Jugend-Einzelmeisterschaften Südoldenburg in Vechta (Fabian) 10.06.2007: -So- Jugendserie in Wildeshausen (Jürgen) 29.06.2007: -Fr- 19.15 Teilnahme an der 3. Runde der Off. Vechtaer Schnellschach-Meisterschaft (Jürgen, Olaf) 01.07.2007: -So- Barnstorfer 3er-Mannschaftsturnier als Diepholzer Kreismeisterschaft (alle) 19.07.2007: -Do- Teilnahme am Handicap-Turnier in Wildeshausen (Gerd, Jürgen, Olaf) 23.07.2007: -Mo- Grillen der Jugendabteilung und Schachdiplom-Prüfungen (Corinna, Gerd, Olaf, Fabian, Loris) 26.07.2007: -Do- Teilnahme am Handicap-Turnier in Wildeshausen (Jürgen) 02.08.2007: -Do- Teilnahme am Handicap-Turnier in Wildeshausen (Jürgen, Gerd, Olaf) 25.08. + 26.08. 2007: Teilnahme am Princess-Cup in Wildeshausen (Jürgen) 31.08.2007: -Fr- 19.15 Teilnahme an der 4. Runde der Off. Vechtaer Schnellschach-Meisterschaft (Jürgen, Olaf) 09.09.2007: -So- 2. Barnstorfer Open: Schnellschach 7 Runden (alle) 13.09.2007: -Do- Schulschach-Turnier der Grundschule Drebber (Olaf) 16.09.2007: -So- NSV-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft in Vechta (Christoph, Pascal, Jürgen, Olaf) 23.09.2007: -So- 14.00 Uhr: Ausflug zu einem Teilnehmer der Europameisterschaft (Jürgen, Olaf) 30.09.2007: - So- Teilnahme an der Stadtmeisterschaft Sulingen (Olaf - Turnierorganisation) 27.10.2007: -Sa- Training mit Neubruchhausen (Dorothea, Fabian, Jürgen, Olaf) 11.11.2007: -So- 1. Runde Pokal-Mannschaftsmeisterschaft 2007/2008 (Barnstorf vs. Bad Essen) 15.12.2007: -Sa- 1. Barnstorfer Weihnachts-Hoffnungs-ThemenTurnier (Einladungs-Turnier) Olaf R. Spittel Barnstorf, den 4. Mai 2008