Der Fall Conan Doyle
Ein neues Bühnenstück zum 150. Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle
Man stelle sich vor, der Himmel würde Conan Doyle noch einmal
entlassen. Was würde er wohl anstellen, wenn er tun und lassen könnte, was
er will? Ein interessanter Gedanke. Und so führt er selbst mit einem
ironischen Augenzwinkern die Zuschauer durch einen neuen Fall, in dem er
selbst eine gewichtige Rolle spielen wird. Er will seinen Helden Sherlock
Holmes persönlich kennen lernen, will mit ihm und anderen Figuren seiner
Erfindung ein wenig Schabernack treiben, nur nicht allzu sehr auf die
Waagschale legen, soll man das Geschehen, so seine klare Bitte zu Beginn.
Auf der Straße trifft er Watson, dem er sich als Dr. Abraham Smyth
vorstellt. Watson nimmt ihn nach einigem Bedenken mit in die Bakerstreet Nr.
221b und stellt ihn Holmes vor, dem der seltsame Doktor nicht ganz koscher
zu sein scheint. Holmes erhält den Auftrag, einen Freund jenes Dr. Smyth zu
suchen, der vermisst wird. Der Name dieses Freundes: Sir Arthur Ignatius
Conan Doyle. Holmes erfährt nicht viel, nur, dass dieser Doyle Arzt und
Hobbyschriftsteller ist, vorwiegend Kriminalromane verfasst und angeblich
festes Mitglied im Diogenes Club ist, der von Holmes’ Bruder Mycroft
initiiert worden ist.
Doch das ist nicht Holmes’ einziges Problem. Aus dem Dunkel der
Vergangenheit tauchen zwei alte Feinde auf, von denen der Eine eigentlich
längst tot sein müsste. Prof. James Moriarty hat den Sturz in die
Reichen-bachfälle scheinbar doch überlebt und trachtet nun gemeinsam mit
seinem Stabschef Colonel Sebastian Moran danach, dem verhassten
Meisterdetektiv endgültig den Garaus zu machen.
Aber auch weitere bekannte Persönlichkeiten des Holmes-Universums geben sich
ein Stelldichein und verstricken sich immer tiefer in diesen rätselhaften
neuen Fall. Irene Norton-Adler trifft erneut auf Sherlock Holmes, Mary
Morstan-Watson steht als getreue Ehefrau ihrem Mann John zur Seite, der
scheinbar ein Geheimnis bewahrt, von dem selbst Holmes nichts weiß und
Inspektor Lestrade von Scotland Yard irrt, wie gewöhnlich, ziemlich blind
von einem Indiz zum nächsten… –
Na? Neugierig geworden? Die Antworten auf alle diese Fragen bietet das
neueste Vorhaben des Projekttheaters Westerwald, welches am 7. November um
18:00 Uhr im Konzertsaal der Musikschule der Stadt Koblenz, Hoevel-straße 6,
in 56073 Koblenz-Rauental unter der Regie des Autors Peter Wayand Premiere
haben wird. Unter dem Leitwort „Benutzen Sie doch bitte endlich Ihren
Verstand!“ führt das Stück „Der Fall Conan Doyle“, dem
Untertitel nach eine satirisch-biographische Kriminalgroteske, mit einem
lachenden und einem weinenden Auge durch die Welt des viktorianischen
Zeitalters. Altes steht reminiszenzartig neben Neuem und eine ganz
beson-dere Sensation bietet das Stück für alle Doyle-Kenner wohl auch in der
Begegnung von Holmes und Prof. George Edward Challenger, dem ‚anderen’
großen Helden, den die Doyle’schen Phantasie geboren hat, und der in den
Romanen um die verlorene Welt eine Hauptrolle spielt.
Erscheinen wird das Stück rechtzeitig zur Premiere im Verlag 28 Eichen von
Dr. Olaf R. Spittel (www.spittel.de) in Barnstorf, der im Übrigen fast das
ganze Werk Doyles in deutscher Übersetzung in seinem Verlagsprogramm
vorlegt.
Fühlen Sie sich also herzlich eingeladen, an diesem Abend dabei zu sein, und
Holmes und Watson in ihrem neuesten und vielleicht interessantesten Fall
wieder zu begegnen, und jene anregende geistige Abwechslung zu genießen, die
man nur im Feenreich erfundener Geschichten finden kann.
Quelle: Sherlock Holmes Kurier, 13.8.2009,
http://www.sherlock-holmes-kurier.de/vha/index.php