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Sir Arthur Conan Doyle: Die Abenteuer des Micha Clarke
Historischer Roman. Originaltitel: Micah Clarke (1889)
Sir Arthur Conan Doyle: Ausgewählte Werke, Band 14
Herausgegeben von Olaf R. Spittel
Übersetzung aus dem Englischen von Robert Koenig
Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2008. 444 S. 33,- €. Format 12 x 19, 452 g. Softcover
ISBN-13: 978-3-940597-08-3

Meine Geschichte ist derart, daß es wohl der Mühe lohnt, sie im Gedächtnis festzuhalten und andern wiederzuerzählen, denn in unsrer ganzen Grafschaft Hampshire, vielleicht in ganz England dürfte kaum ein zweiter Mensch am Leben sein, der aus eigner Anschauung von diesen Begebenheiten reden könnte, oder der eine so hervorragende Rolle darin gespielt hätte, wie ich.

Sir Arthur Conan Doyle, 1859 - 1930

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Im Jahre 1685 unternahm es James Scott, Herzog von Monmouth und einst Oberbefehlshaber der britischen Armee, sich an die Spitze eines protestantischen Heeres aus Bauern, Handwerken und biederen Bürgern zu stellen, um den katholischen Jakob II. vom englischen Throne zu stoßen. Micha Clarke ergreift das alte Schwert seines Vaters, eilt zu den Fahnen des Rebellenheeres und gerät in die blutigen Wirren seiner Zeit. Conan Doyles erster großer historischer Roman, der hier in der Übersetzung von Robert Koening seit weit über 100 Jahren erstmals wieder neu aufgelegt wird, erschien im Jahre 1889 und zeichnet ein detailreiches Sittengemälde des England des 17. Jahrhundert mit beeindruckenden Charakteren, großen Schlachtenbildern und dem nicht minder großen Ringen der Geisteshaltungen jener Zeit - die bis in die heutige hinreinreichen. Egoistische wie altruistische Motive prallen aufeinander, und die Ehre des kleinen Gauners erscheint der Ehre manch eines der Verteidiger des rechten Glaubens bei weitem gewachsen.

Theodor Fontane
Lied des James Monmouth

Es zieht sich eine blutige Spur
Durch unser Haus von alters,
Meine Mutter war seine Buhle nur,
Die schöne Lucy Walters.

Am Abend war's, leis wogte das Korn,
Sie küßten sich unter der Linde,
Eine Lerche klang und ein Jägerhorn –
Ich bin ein Kind der Sünde.

Meine Mutter hat mir oft erzählt
Von jenes Abends Sonne,
Ihre Lippen sprachen: Ich habe gefehlt!
Ihre Augen lachten vor Wonne.

Ein Kind der Sünde, ein Stuartkind,
Es blitzt wie Beil von weiten:
Den Weg, den alle geschritten sind,
Ich werd' ihn auch beschreiten.

Das Leben geliebt und die Krone geküßt
Und den Frauen das Herz gegeben,
Und den letzten Kuß auf das schwarze Gerüst –
Das ist ein Stuart-Leben.