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"Mediziner sind im allgemeinen viel zu beschäftigt, um von
einzelnen Vorfällen oder dramatischen Ereignissen Notiz zu nehmen. Daher handelt
es sich bei dem besten Chronisten ihrer Erlebnisse, den unsere Literatur kennt,
auch um einen Anwalt. Das Leben an den Betten von Sterbenden – oder Gebärenden,
was wesentlich anstrengender ist – zu verbringen, trübt das Augenmaß, so wie
andauernder Alkoholkonsum die Geschmacksnerven abstumpfen läßt. Überreizte
Nerven reagieren irgendwann nicht mehr. Fragt man einen Chirurgen nach seinen
eindrucksvollsten Erfahrungen, antwortete er wahrscheinlich, daß es nur wenig
Bemerkenswertes gab – oder er verliert sich in technischen Details. Aber
überraschen Sie ihn mal eines Nachts, wenn das Feuer im Kamin flackert, seine
Pfeife qualmt und er in Gesellschaft einiger Kollegen ist, mit einer geschickten
Frage oder Andeutung – dann taut er auf. Dann erntet man ein paar ganz frische
Früchte vom Baum des Lebens."
Arthur Conan Doyle
Inhalt
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Vorwort |
The Preface |
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Ein Relikt |
Behind the Times |
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Die Nachhut von '15 |
A
Straggler Of '15 |
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Die dritte Generation |
The Third Generation |
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Ein Fehlstart |
A
False Start |
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Evas Fluch |
The Curse of Eve |
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Die Liebenden |
Sweethearts |
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Die Frau eines Physiologen |
A
Physiologist's Wife |
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Eine Frage der Diplomatie |
A
Question of Diplomacy |
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Mediziner unter sich |
A
Medical Document |
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Die Ärzte von Hoyland |
The Doctors of Hoyland |
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Der Chirurg |
The Surgeon Talks |
"Sie werden feststellen, daß soviel Tragik im Leben eines
Arztes steckt, mein Junge, daß er es nicht ertragen könnte ohne die komische
Seite, die er manchmal zu sehen bekommt und die ein Lichtblick für ihn ist. Und
ein Arzt hat auch allen Grund, dankbar zu sein. Vergessen Sie das nie. Es ist so
eine Freude, ein bißchen Gutes zu tun, daß ein Mann für dieses Privileg bezahlen
sollte, statt bezahlt zu werden. Natürlich muß er Frau und Kinder ernähren und
ihnen ein Dach über dem Kopf geben. Aber seine Patienten sind seine Freunde –
oder sollten es sein. Er geht von Haus zu Haus und wird überall herzlich
empfangen. Was kann man noch wollen? Und außerdem muß er ein guter Mensch sein –
er kann gar nicht anders. Wie kann jemand sein ganzes Leben lang mitansehen, wie
tapfer die Leute ihr Leid tragen, und dabei hartherzig oder bösartig bleiben? Es
ist ein edler, großzügiger und gütiger Beruf, und Ihr jungen Leute müßt dafür
sorgen, daß es so bleibt.“
Arthur Conan Doyle
Eine kurze Fußnote zu der Erzählung "Die Nachhut von ’15"
„Die 6. französische Infanteriedivision unter Jérôme
Bonaparte rückte um 11:30 Uhr gegen das Schloss Hougoumont vor.
Das davor liegende Lustwäldchen fiel nach mehrstündigem Gefecht in die Hand der
Franzosen,
der Verlust führte jedoch zu umso hartnäckigerer Verteidigung des Vorhofes und
des Schlosses selbst
durch ein britisches Gardeinfanterieregiment mit Verstärkung durch
braunschweigische und nassauische Abteilungen.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Waterloo
Sir Arthur Conan Doyle
1859 – 1930
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